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Sphynx-Katzen

Die Zuchtlinien der heutigen Sphynx-Katzen stammen allerdings von Katzen aus Kanada ab. Diese wurden dort seit den sechziger Jahren aus natürlich mutierten Katzen vom Menschen weitergezüchtet. Seit 1971 ist die kanadische Sphynx als Rasse anerkannt.

Das im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft erstellte Gutachten zur Auslegung von § 11b des bundesdeutschen Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzuchten) aus dem Jahr 1999 kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei Sphynx-Katzen dann um Qualzuchten handelt, wenn den Tieren die Tasthaare fehlen.

Im September 2015 bestätigte das Verwaltungsgericht Berlin die Anordnung des Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamtes an eine Züchterin, ihren Zuchtkater kastrieren zu lassen und die Zucht umgehend einzustellen. Dies ist das erste Urteil zum Thema Qualzucht seit dem Inkrafttreten der Änderungen des Tierschutzgesetzes im Juli 2013. Zur Begründung hieß es auch hier, dass die Tasthaare einer Katze ein wichtiges Sinnesorgan seien und deren Fehlen daher als Schaden und Leiden für das Tier anzusehen ist. Diese Rechtsauffassung wurde 2018 durch das Verwaltungsgericht Hamburg bestätigt. https://liebstefavorit.de/gourmet-katzenfutter-test.html

Aus Russland kommen die Don-Sphynx. Bei diesen Katzen ist ein anderes Gen (das dominant vererbt wird) für die Haarlosigkeit verantwortlich.

Ebenfalls aus Russland stammt die Peterbald. Bei dieser Katzenrasse wurden in Katzen der Rasse Don-Sphynx Orientalen eingekreuzt, um den Typ zu verbessern.

Hawaiische Züchter züchteten eine weitere Unterart der Sphynx-Katze, die Kohona-Katze, deren Haut nur kleine Haarfollikel besitzt und daher vollkommen haarlos ist.

Die wohl bekannteste Sphynx ist SGC Belfry Ted Nude-Gent, die die Rolle von Mr. Bigglesworth, Dr. Evils Katze, in dem Film Austin Powers spielt.

Sphinx beruht auf einer Mutation des Gens krt71 (Keratin). Dieselbe Mutation führt zu einem anderen Phänotyp, dem Devon Rex. Diese Rasse ist kurzhaarig mit welligem Fell. Es liegt daher ein Polymorphismus des Gens vor (siehe auch: Phänotypische Variation#Variationen innerhalb einer Art und zwischen verschiedenen Arten).

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